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und ihr Sohn
28. Frau Beate
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Über einige Romane und Novellen
vieten der Reichen
Unternehmen wagen. Als ein „Traumleib“, „lastlos“, reist er im All,
en, Faulen, Feigen,
fühlend, daß er ist und doch, in irdischem Sinne, nicht ist. „In hellgrünen,
„Richterkeusch¬
erst fingerlangen Weizenhalmen stand plötzlich derselbe Traumleib, der
nstlernaturen unter
vorhin in Meißen auf jenem Tintenfaß gesessen hatte, ganz ungetreten
griff, das Röcher¬
strotzten die Halme weiter, durch die auferstandenen Sriefel hindurch;
st wohl überhaupt
durch des Schulmeisters Kopf aber summte nun eine schwere, dicke Biene
tagsfromm ist“.
und merkte auch nichts.“ Und er sieht seinen Sohn, „aus Luftaugen,
Zand vom Lesen¬
vielleicht auch aus dieses Bichhörnchens schwarzblinkenden Augen, das
Kellermanns wird,
da raschelte und um den dicken, blaugrauen Buchenstamm neugierig
ankengänge das
guckte“, und sieht nicht nur seinen Leib, sondern ihm durch Kock und
elheiten
bildet,
Haut: „ein weißes Feuer sieht er! Als ein Gedankenleser und Willen¬
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leser! Lesen, ja lesen kann er in diesem Feuer: Menschen anzünden!“
ie
na
Und als der Gedanke, der sein liebster ist, „wacht er auf in der Seele
seines Sohnes“, und nun konzipiert dieser sein Lustspiel „Suß“, „mit
einer jenseitigen Lösung, mit einem ... metaphysischen Zumor vom
ersten Akt an, ein . .. übergreifendes Lustspiel mit einem fünften Ake
im .. .. Himmel“: „so Zeute wie Huß, die — Zeilande sind glückselig,
auch schon im Wandeln und Leiden, die haben den Zumor aus der Höhe.“
Und alsdann fährt er „ins Allherz“, Togos, „des All-Willens Dernunft,
... der allerheiligste Geist“ führt ihn in den Sitz des All-Willens, und
so segnet er den Philosophen des Wirkens, der Geburt, der Fruchtbar¬
keit: „Hast du ihm nicht geholfen? Daß Allfrucht reife? Dein Wille und
sein Wille sind nicht zwei ähnliche Willen und nicht zwei gleiche Willen,
sondern sie sind derselbe Wille. Mit einem armen, müden, verbrauchten
Worte heißt es Ziebe, es ist aber die Binerleiheit mehrerer Willen. wo
zwei Willen einerlei sind, stürzen sie ineinander. Du bist ein Wille und
gar nichts weiter, er ist ein Wille und gar nichts weiter; da ihr nun
ineinanderstürztet, da ihr nun einerlei Willen seid und ein einziger
Wille — darum bist du es selber“... „Uun öffnete der Schulmeister
seine Arme, denn er wunderte sich und staunte vor seiner Seligkeit.
Don seinem Willen loderten die Sonnen.“ So endet Harlans großes
sch
Buch.
Nachl
Wie Harlan einen Philosophen unsrer Zeit, so versucht B. G. Kolben¬
Verbildlichun
heyer in einem geschichtlichen Koman „Amor dei““ Leben, Entwick¬
hristentums bildete
lung und Wesen Baruch Spinozas darzustellen. Das geschichtliche Um¬
es sind Harlan im¬
und Beiwerk, insbesondere die politischen Vorgänge, die Kämpfe
und es muß aus¬
zwischen England und Holland, zwischen den Oraniern und den De Wit
Flimmer mehr be¬
sind zu breit behandelt, ohne daß man sie als einen notwendigen Zinter¬
z wenige unter den
Mit dem Untertitel: Ein Spinozaroman. Ilünchen, Georg Mäller (I 6.—).
an ein derartiges