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27. Das Tagebuch
der Redegonda
box 4/4
1 T . n a a
1—
A. 10. Mlunde 1027
1
Sehi
K
Der Konflikt
S 230.-
ier
Arthur Schnitzlers mit der Ravag
der
ße 26
wird friedlich beigelegt
el. 50.306
Aeußerungen des Generaldirektors der Ravag, Oskar Czeija
uch
In der in den letzten Tagen vielbesprochenen ilers sind bei uns in Vorbereitung. Nur anläß-Hall
Affäre der Ravag mit Arthur Schnitzler ist lich des Prozesses über die prinzipielle Frage! Mon¬
eine erfreuliche Wendung eingetreten. Der der Honorare für Vorlesung von Teilen be-jedt
straße Generaldirektor der Ravag, Oskar Czeija, reits erschienener epischer Werke haben wir, aber
nden, der in der vergangenen Woche anläßlich der
ausschließlich von juristischen Erwägungen Frei
sehr
wur-internationalen Radiokonferenz in Como als
geleitet und um kein Präjudiz zu schaffen,
7. 0
fveau Vorsitzender der Kommission der geistigen
Vorlesungen weiterer Novellen nicht in das
1 un¬
##
und kulturellen Zusammenarbeit der Sende¬
Programm aufgenommen.
gesellschaften fungierte, ist gestern wieder in
Das Gerücht über ein Boykott der Ravag
ige
Wien angekommen und leitete
gegen Schnitzler ist aus einer mißverständ¬
sen
eine Aktion ein, den Konflikt beizulegen.
lichen Auffassung eines von der Ravag an Ver
ain
den Verleger Arthur Schnitzlers, an die
Uber diese Affäre äußerte sich Generaldirektor
Beert
Firma Otto Eirich, gerichteten kaufmänni¬
iter
Czeija einem unserer Redakteure gegenüber
freich
schen Briefes entstanden der vielleicht
folgendermaßen:
Mitte
nicht glücklich stilisiert war.
mmer
Verh.
„Mit peinlicher Uberraschung habe ich nach
Ich habe sofort nach meiner Rückkehrfrisch
meiner Rückkehr aus Como von einem
dem Programmchef der Ravag. Professor Dr. liche
chien
Boykott der Ravag gegen Arthur Schnitzler
Richtera, da der literarische Leiter Dr.Diese.
ma߬
erfahren.
Hans Nüchtern gegenwärtig auf Urlaub! hiedur
die
weilt, ersucht, mit Arthur Schnitzler in durch¬
Ich möchte zuerst feststellen, daß von einem
1 zu
persönliche Fühlung zu treten, um die bedauer Autor
Boykott des österreichischen Senders gegen
wisse
Iden hervorragenden österreichischen Dichter
lichen Differenzen auf gütliche Weise beizu- als a.
18-
legen.
Arthur Schnitzler keine Rede sein kann.
und
er
Auf der Radiobühne wurden bereits in der ver¬
Wir beabsichtigen, im nächsten Monat den einwal
us¬
Iflossenen Spielzeit zwei dramatische Werke
Wir
seit längerer Zeit vorbereiteten Schnitz¬
achten
Schnitzlers mit großem Erfolg aufgeführt,
ler-Abend abzuhalten und hoffen auf
upt¬
profel
wobei selbstverständlich die volle Tantieme an
die Zustimmung des Dichters, auf
des ni
laus¬
den Verleger bezahlt wurde. Weitere Auf¬
Radiobühne wieder ein Drama Schnitzlers selbst
sen,
führungen von dramatischen Werken Schnitz¬
aufzuführen.
ten
der
KnLakn
abte
Feststt
Der XV. Zionistenkongreß.
Aus¬
landstraße 14, einen Sprechabend über lichen
en.
Heute Montag spricht Herr Dr. Schalit um
aktuelle Tagesfragen. Eingelel et wird Bar-i

118|½9 Uhr im C'ywpiasaal 7., Pate¬