Faksimile

Text

ins Fre
box 3/1
23. Der Ne¬
1e
von Arthur Schnitzler.
Schnitzter.
chauspiel erwartet
ndet.
hau“
bedeutend
große
ben
Wien spielt.
ihlenden Werken
ben“ „Leutnant
Garlan“ und die Novellen¬
65
rau Berta
sammlungen: „Die Frau des Weisen" und
„Dämmerseelen.“
elephon 12801.
ion für Zeitungs-Ausschnitt
∆ l. österr. b
4.
at¬
W
nf, Kopen¬
0 in Berl
Is, New-Vork,
hager
i Petersburg.
Pat
Nosschmtt as: Grageel, Man
15. Jänner. Karezag und Wallner bekommen fürs
Raimund=Theater nicht die Erlaubnis zu Operetten¬
vorstellungen. Die k. k. niederösterreichische Statthalterei
hat also die Wiener Kunst gerettet. Wenn jetzt auch
die Bandelkramer von Gumpendorf lieber zum
„Pfarrer von Kirchfeld“ als zur „Lustigen Witwe“
gehen, dann ist alles in schönster Ordnung. — In der
Fischerschen „Neuen Rundschau“ der Beginn des neuen
Wiener Romans von Schnitzler. Ein Gewirr von
Gestalten, das nicht leicht zu ubersehen ist, dazu eine
Fülle von psychologischem Detail, die weites Aus¬
greifen hindern muß. Daneben aber doch ein wenig
mehr Zupacken als in den früheren Werken. „Öster¬
reichisch sein,“ liest man da beiläufig, „heißt öffentlich
entrüstet sein und geheim über seine Entrüstung lachen,
österreichisch ist die Schadenfreude und der haß gegen
das Talent.“ Auch du, mein Brutus? — Die Juden¬
frage spielt stark hinein, ein wenig post festum
scheint mir, nachdem das allgemeine Wahlrecht den
Antisemitismus erschlagen hat. Im übrigen eine Welt,
in der das Geld keine Rolle zu spielen scheint, also
eine außerweltliche Welt.