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30. DerGanz zun Beiher


Lescaut“ und „Gianni Schicchi“. Dazu noch Werke von Pfitzuer.
Schillings. Schreker, Meyerbeer. Gounod, Rossini. Bizet, Busoni.
Die neue Spielzeit der Staatstheater
Alban Berg und andere.
Aus dem Repertoire der Krolloper werden einige Werke in der
Wie vom Generalintendanten der preussischen Staatsthealer
Original-Inszenierung übernommen, darunter „Cardillac“. „Fai¬
mitgeteilt wird, wird die diesjährige Spielzeit an den vier Ber¬
staff“, „Figaros Hochzeit“ „Louise“, „Rigoletto“ und „Verkaufte
liner Staatsbühnen am 3. Juli schliessen. Der Beginn der neuen
Braut“. In der zweiten Hällte der Spielzeit werden voraussicht¬
Spielzeit ist für die Staatsoper Unter den Linden auf den
lich noch neue Werke der jüngsten deutschen Komponisten zur
23. August und für die Staatlichen Schauspielhäuser auf den
Ur- oder Erstaufführung gelangen. Insgesamt werden mit den
29. August angeselzt. Gleichzeilig mit dieser Mitteilung wird
Neuheiten etwa 63 Opernwerke das ständige Repertoire bilden.
auch das künstlerische Programm bekanntgegeben, das jetzt
Die Schauspielhäuser:
bereits für die Staatsoper und die Staallichen Schauspiele fest¬
Intendant Legal, der nunmehr endgültig zum Intendanten der
stehl.
Staatlichen Schauspiele ernannt worden ist, die er mit künst¬
Die Staatsoper:
lerischer Selbständigkeit leiten wird, hat für die konnnende Spiel¬
Bei Beginn der neuen Spielzeit treten organisatorische Ver¬
zeit ein Programm aufgestelll, in dem in beiden Hläusern in der
änderungen ein. Mit der Schliessung der Staatsoper am Platz der
Hauptsache deuische Autoren zu Worte kommen und die
Republik als staatliches Operninstitut werden beide Operndirek¬
Klassiker gepflegt werden. Das Repertoire der Schauspiel¬
tionen aufgehoben. Die künstlerische Leitung der Oper führt
häuser wird im Zeichen des Gocthe-Jahres stehen; im Slaatlichen
künftig Generalintendant Tietjen unmittelbar; inder Leitung wer¬
Schauspielhaus am Gendarmenmarkt wird „Faust“ (I. u. II. Teil)
den weiter tätig sein Professor Hörth als Oberregisseur und
aufgeführt, dazu neueinstudiert „Torquato Tasso“, „Iphigenie“
Dr. Kapp, unter Beibehaltung seiner Tätigkeit als Dramaturg.
und „Die natürliche Tochter“. Das Schillertheater wird in einer
Am Puli wird als Dirigent ausser den bisher läligen General¬
Neuinszenierung „Egmont“ herausbringen.
musikdirektoren Kleiber und Blech, unabhängig von dem noch
Eine Festwoche wird dann alle im Spielplan befindlichen!
schwebenden Zivilstreit, Otto Klemperer erscheinen. Die beiden
Werke Goethes vereinigen; von Nebenwerken Goethes wird am
Kapellmeister Lert und Zweig bleiben im Verband der Staats¬
Giendarmenmarkt noch „Triumpf der Empfindsamkeit“ mit einer
oper. Professor Bruno Walter und Dr. Wilbelm Furlwängler sind
von Krenck geschriebenen Musik gezeigt werden.
für die Einstudierung einzelner Werke und deren Wiederholun¬
Gerhart Hauptmanns 70. Geburtstag soll mit einer Neu¬
gen gewonnen worden.
inszenierung seines ersten Werkes „Vor Sonnenaufgang“ am
Zur Uraufführung ist bisher erworben worden: die neue
Gendarmenmarkt und mit einer Neuinszenierung des „Biber¬
Oper von Pfitzuer „Das Herz“, die bereits am 12. November unter
pelzes“ im Schiller-Theater festlich begangen werden. Zut)
der musikalischen Leitung von Furtwängler herauskommen soll;
Schnitzlers 70. Geburtstag wird „Der Gang zum Weiher“ amf
ferner sollen „Andromache“ von Windt und „Roi d’Vvetot“ von
Gendarmenmarkt aufgeführt.
lbert aufgeführt werden. Neuinszeniert und neueinstudiert
Das übrige Programm der Neuaufführungen und Neuinszenie¬
werden Schillings „Pfeifertag' in der neuen Bearbeitung (Diri¬
rungen umfasst im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt Werke
gent Blech) und „Idomeneo“ in der Neubearbeitung von Richard
von Unruh („Ofliziere“), Barlach („Die gute Zeit“), Wedekind
Strauss, Webers „Oberon“ mit Bruno Walter am Pult, „Iphigenie
(„Heracles“), dazu Hebbels „Gyges und sein Ring“ sowie lbsens
in Aulis“ von Gluck in der Urfassung (Dirigent Otto Klemperer),
„Peer Gynt“ in einer originalgetreuen Wiedergabe. Vorgesehen
dazu Webers „Freischütz“ und eine Oper von Verdi, die in Berlin
ist auch die Neueinstudierung eines Shakespeare-Dramas.
bisher noch nicht zu Gehör gebracht wurde, nämlich „Die
Für das Schiller-Theater sind geplant Georg Hirschfelds
sizilianische Vesper“, und eine Operette von Offenbach.
„Agnes Jordan“, Hans Kysers „Schicksal um York“, Holbergs
Neben diesen neuen und neu zu inszenierenden Werken sollen
„Jeppe vom Berge“, das zusammen mit einer Komödie von
auf dem Repertoire erscheinen: Mozarts andere Hauptwerke, alle
Goldoni gebracht werden wird, ferner Schillers „Räuber“ und
Werke von Richard Wagner mit Ausnahme von „Rienzi“ und
Raimunds „Alpenkönig und Menschenfeind“.
„Lohengrin“, von Richard Strauss „Salomé“, „Rosenkavalier“,
„Frau ohne Schatten“, „Intermezzo“. „Ariadne auf Naxos“,
& Ueber die Entwicklung der moderuen Architektur bis zur sach¬
„Argyptische Helena“, von Verdi „La Traviata“, „Rigoletlo“,
lichen Formung der Gegenwart beginnt Ferdinand Krogmann am
14. April, abends 8 Uhr, in der Kunstgewerbeschule West, Charlotten¬
„Aida“, „Maskenball“. „Troubadour“, „Macht des Schicksals“,
„Fallstaff“, von Puccini „Tosca“, „Madame Bulierfly“, „Manon 1 burg. Eosanderstrasse 1, eine Vortragsreihe mit neuen Lichtbildern.
43. M. 1431
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