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30. Der Gang zun Weiher
box 34/2
k. Rinah „bunziglausend Wohnungen, das ist um drei¬
geringerer Tätigkeit und freilich auch geringerer Ent¬
zehn Prozent, überschritten. Allein Berlin hat im Jahre 1930
lon.
lohnung die Betriebe als solche gerettet werden.
beinahe vierundvierzigtausend Wohnungen neugeschaffen,
Korrespondenten.
Paris, 16. Februar.
und Reife im Gleichgewicht gehalten; nie hat er schönere
Feuilleton.
nachts im Marine¬
Verse gemacht und nie noch hat man dankbarer empfunden,
daß er, zur Muttersprache aller Poesie zurückkehrend, welche
brochen. Die große
macht.
Burgtheater.
oote, ein Gebäude
Der Musikalität der Form entspricht in dem neuen Werk
„Der Gang zum Weiher“ von Arthur Schnitzler.
und fünfzig Meter
auch eine hohe Musikalität des Inhalts. „Der Gang zum
In Arthur Schnitzlers weitverzweigtem Werk, dessen
jen Augenblicken in
Weiher“ nennt es sich, aber läßt man den symphonischen
Fruchtbarkeit seine Gültigkeit bescheinigt, gibt es Gruppen
Widerstreit der Motive, aus denen es sich zusammensetzt, in
von Motiven, die, aus dem gleichen Grundmotiv entsprossen,
der Erinnerung nachhallen, so würde man es für sich selbst
nah beieinander wohnen und gleichsam eine Familie bilden.
am liebsten als „Adagio eines Lebensabends“ bezeichnen.
Auch seine neueste dramatische Dichtung „Der Gang zum
Sein Inhalt ist fast so schwer zu erzählen wie derjenige einer
lage der
Weiher“, die so neu nicht mehr ist, weil sie so ungebührlich
Symphonie; nicht, weil er nicht klar geordnet wäre, aber
lange auf ihre Aufführung hat warten müssen, gehört zu
weil man das Gefühl hat, daß man dieser aus Nachdenklich¬
einer solchen Familie, und für einen Linné der Schnitzlerschen
n Presse“.
keit, Geist und Schmerz zart verwobenen Lebensmusik un¬
Flora dürfte es nicht allzu schwierig sein, ihre botanische und
recht tut, wo immer man sie mit harten Worten anfaßt. Der
organische Zusammengehörigkeit mit dem „Schleier der
„Gang zum Weiher“ hat viel vom Märchen, aber auch manches
Beatrice", dem „Ruf des Lebens“ und vor allem der
Wunderkind.“
von Ibsen und alles von Schnitzler. Ein mildes Meisterwerk,
„Komödie der Verführung“ aufzuzeigen. Mit dieser etwas
ist es zugleich ein Werk sui generis.
locker komponierten Komödie hat das in jedem Betracht jüngere
Starke dramatische Akzente fehlen ihm so wenig wie es
Stück im Wurzelgeflecht der Thematik und auch in seiner
im Hamburger
dem Drama an ihrem szenischen Ausdruck, den dankbaren
blühenden Liebesweisheit — die die ganze Gattung kenn¬
Rollen, fehlt. Die dankbarste hat der „Kanzler“ inne, im
ofessor Dr. Fer¬
zeichnet — manches gemein. Doch hat es zu seinem Glück auch
Stück als „der Freiherr“ bezeichnet. Ein verabschiedeter
Zweierlei vor ihr voraus. Das eine ist die straffer gebundene
Kanzler, seit sieben Jahren in Ungnade beim Kaiser, dessen
Handlung, das andere der edle Vers. Mag es sich auch
„Freund“ er sich nennen durfte, tut er, auf seine Wieder¬
jung des Welt¬
hierin an „Beatrice“ scheinbar nur anschließen, so übertrifft
verwendung wartend, dasjenige, was heute so viele tun, die
es doch gerade in diesem Punkte das ältere Stück beiweitem,
Von Emmerich
auf ihre Wiederverwendung warten: er diktiert seine Denk¬
ja Schnitzler übertrifft sich selbst. Nie hat sein dramatischer
würdigkeiten. Schloß „Mayenau“, am Ufer des Stromes
Vers so melodisch geatmet, so „Tasso“=ähnlich Süßigkeit und Rand des Gebirges nah der „Residenz“ gelegen

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