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26.2. Das Bacchusfest
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einen Hauch. Oder ist es tragisch, wenn ein dicklicher
Liebhaber darauf aufmerksam gemacht wird, daß ihn
„Bacchusfest“ und „Boubouroche
seine Geliebte schon seit acht Jahren betrügt, wenn
dieser in einem bequem eingerichteten, mit Sitz¬
Zwei Premleren im Schauspielhaus,
gelegenheit, Peleuchtung und Lesestoff ausgestatteten
Schrank einen jungen Mann findet und wenn er
Der Abend begann mit Artur Schnitlen:
schließlich nach einem kleinen Wutanfall die Geliebte
Einakter „Das Bacchusfest“ der in seinem
noch um Verzeihung bittet, weil er sie verdächtigte, ob¬
Inhalt ein so echter Schuitzler, daß er unser Wissen
wohl sie doch nur eine Freundin vor einer Blamage
um diesen Dichter keineswegs bereichert. Aber wir
reiten wollie?
werden auch sonst nicht bereichert dadurch. Die Frau
Und doch, von diesem Stück bleibt allerlei haften
eines berühmten Schriftstellers will mit einem Sports¬
Es liegt im rein Darstellerischen, der von Theo
mann der bei einer Regatta nur den zweiten Preis
erreichte, durchbrennen (natürlich nach einer sehr ver¬
Shall besonders im ersten Akt mit bewunderns¬
nünftigen Aussprache)
wertem Geschickt betreuten Aufführung. Schon die
aber sie bleibt dann doch
erste Szene der vier kartenspielenden Herren in der
zurück. Das ist alles! Ist das alles? Nein, denn es
Gaststube ist ein Kabinettstückchen. Aber die Haupt¬
kommt die Inszenierung hinzu. Das Stück spielt
sache leistet Carl Goldner als alter Philosoph.
in einer Bahnhofhalle, und diese mit dem ganzen
Das ist eine Charakterstudie intensivster Prägung.
Betrieb hat Theo Shall ausgezeichnet gestaltet.
Wie hier Sprache und Geste, Ton und Mimik überein¬
Lokomotivmaschinen gehören bald zu den unentbehr¬
stimmen und zusammen eine zwingende Figur er¬
lichen Requisiten eines Theaters, das etwas auf sich
geben, das verdient höchste Anerkennung und unein¬
hält. Leider bleibt das wirklich Persönliche der In¬
geschränktes Lob. Der Beifall auf offener Szene war
szenierung zu sehr in der fesselnden Raumgestaltung
verdient. Auch die übrigen Darsteller zeigten hier
und im ganzen Arrangement stecken und dringt nicht
persönlicheres Profil, vorab der verwandlungssichere
bis zu der individuellen Erfassung der einzelnen
Fritz Eßler, der durch seine Mimik immer wieder
Gestalten vor. Da ist wohl das gut aufeinander
zu überraschen verstand. Gut an ihrem Platze war
abgestimmie Trio Theo Shall, Traute Carlsen
auch Traute Carlsen, die hier scheinbar als naives
und Carl Goldner. Gutes Theater, wie man es
Frauchen ohne Pathos alle Register weiblicher Ueber¬
nicht anders erwartet, aber kein Moment, der zum
legenheit spielen ließ. Diesen guten Leistungen galt
Atemanhalten zwingt. Und Fritz Eßler wirkt als
der Beifall.
Emil Hess.
Bahnhofportier wie ein Doppelgänger seines Kollegen
in der Revue „Alles aus Liebe“.
Georges Courteline nennt seinen Bou= kln
Au
bouroche“ eine tragische Posse. Das Possenhafte
sta
kommt unbezweifelbar zum Ausdruck in der kräftigen
Bearbeitung des Shaw=Uebersetzers Siegfried Tre¬
A1e
ritsch, aber von dem Tragischen verspürt man nicht#ere