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4.2. Weihnachtseinkaeufe
A 4 C . .
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Telefon 12801.
'nternehmen für Zeitungs-Ausse
Telefon 12801.
Unternehmen für Zeitungs-Ausschnitte.
„OBSERVER
Ausschnit
Ubehördl. concess. Bureau für Zeitungsberichte und Perse
Nr.
„OBSERVER“
Wien, IX/1 Türkenstrasse 17.
I. österr. behördl. concess. Bureau für Zeitungsberichte und Personalnachricht en
Filiale in Budapest: „Figyelö“, VIII. Josefsring 31a. —
Wien, IX/1 Türkenstrasse 17.
Filiale in Budapest: „Figyelö“, VIII. Josefsring 31a.
Ausschnitt aus: Teue Büricher Seitund
Ausschnitt aus: Breslauer Zeitung
10
2% S3.
Von Schnitzler hörten wir eine köstlich feine Skizze aus
seinem ersten und immer noch weitaus besten Werke „Anatol“
In diesem Genre ist Salzer schlechterdings unvergleichlich. Mit
hoher Künstlerschaft las er auch Liliencrons „Mine und
Stine“ wo ein Recitator gewöhnlichen Schlages auf den komischen
Effekt hingearbeitet haben würde. Zu Salzers schönstem Lobe
aber sei gerühmt, mit wie erschütternder Wirkung er durch den
trunknen Humor den tragischen Unterton hindurchklingen ließ.
Bruder Liederlich" und „Die Musik kommt“, mit denen er endete,
schlugen natürlich wieder zündend ein.)
ser in sprühender Plauderei eine Charakteristik des
— Hans Heilmann.
gegenwärtigen Litteraturlebens von Wien und seiner!
bebeutendsten Vertreter, ein Bild, das sich wesentlich
mit dem deckt, das letzten Samstag als Vorbereitung
für diesen Abend im Feuilleton unseres Blattes er¬
schienen ist. In einer Reihe von Rezitationen, die
zwischen den dunkeln Tönen tiefsten Weltschmerzes und
dem Geklingel übermütigen Humors hin= und her¬
Ked
schwebend den Stimmungsgehalt des modernen Wiener¬
lebens mit dem ganzen Schmelz österreichischer Schwer¬
mut, mit der ganzen Anmut wienerischen Leichtsinns
wiedergaben, führte er die Musen I. J. Davios, Peter
Altenbergs, Hermann Bahrs, Hugos von Hoffmann¬
thal, Anton Lindners, Arkiue Schnitzlers und Chr.
G. Morgensterns in charakteriftischer Allswahl ihrer
poetischen Werke vor. Durchbebten die Strophen J. J.
Davids und Hugo von Hoffmannthals ergreifende
Für
50 Zeit Klänge der Entsagung, die man nie und nimmer aus
Bezugs-Bedingungen.
100
ive
inc
dem lebenslustigen Wien erwarten würde, so gewann
Porto.
fl. 7.50
200
Für 50 Zeitungsausschnitte (Artikel oder Notizen)
Zahlbar
in der Humoreske, die schöne Frau“ von Hermann
inclusive
„ 14.—
500
Porto.
Bahr, in Schnitzlers Dialog „Weihnachtseinkäufe“ und jim Voraus
25.—

1000
Zahlbar
200
dem Lebens= und Sittenbild „das Pferd“ von Morgen¬
55.— im Voraus

Im
500
ste ist dlas
stern jenes legendäre Wien, das so leicht zum Lachen,
„ 100.—
Abonnement
leht es den
„ 1000
so leicht zum Weinen neigt, in nervös sprühenden,
Im Gegensatze zu anderen Bureaux für Zeitungsausschnitte ist das
Abonnenten
dern.
— auch steht es den
springenden Gedanken und Bildern vielfältigen Aus¬
Abonnement durch keine bestimmte Zeitlauer begrenzt;
druck und reiche Geltung und die fast zweistündige
Abonnenten frei die aufgegebenen Theinen zu ergänzen oder zu ändern.
Darbietung gestaltete sich zu einem starken vollen Er¬
folg für den Interpreten, der mit gleicher souveräner
Macht die Zuhörer zum tiefsten Mitschmerz wie zu
hellem Lachen der Schaltheit und innersten humorvollen
Behagens mitreißt. Es liegt etwas Ursprüngliches in
der rezitierenden Kunst Salzers, das den Zuhörer
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willig auf seine Art der Ausführung eingehen läßt
und ihm nachhaltige Sympathien sichert.