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Panphlets offorinte
The Germanic Revien
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Und ließ ich dich zu früh für immer,
So war es just die rechte Zeit—
Nun strahlst du ewig mir im Schimmer
Von einem glühend goldnen Leid.“47
In Anfang vom Ende'' the lover lacks the courage frankly#
to confess that his ardor has cooled and thus becomes guilty
of deceit by continuing the relationship:
Daß all das Schöne nun längst zu Ende,
Wie könntest du's verstehn?
Ich hab’ ja die lieben, süßen Hände
Geküßt beim Kommen und Gehn.
Ich will ja morgen wiederkommen
Mit lächelndem Gesicht;
Und daß ich längst Abschied von dir genommen,
Mein Mädel.—du weißt’s ja nicht.“
Körner, citing these two poems,“ lists additional instances of
similar situations recurring in Schnitzler’s later works.
We have already reierred to Das Buch der Spräche und
Bedenken and found that it contains some of the aphorisms first
published in 1886. We are now gratified to discover that of
nine Sprüche in Versen,“ published in 180r, two, with slight
stylistic changes, were also incorporated in this collection,“
thus corroborating our assumption that it is truly representative
of all periods of Schnitzler’s life. The second of these in its
original version reads as follows:
Es kann keine Wunder geben—
Denn was einmal geschehn,
Werden wir uns nie bequemen,
Als Wunder anzusehn.“ 50
47 Compare with this the manner in which Robert Well despatches his mistress
Ninette in Das Märchen. He explains to his friends: Die Frauen vertragen schon
den letzten Kuß—man darf ihnen nur niemals sagen: dies ist der letzte. Ich
vermeide stets die Herbheit des Abschiednehmens“ (Ges. W., Theaterstücke, I, 190).
* Op. cit., 421.
*9 Die feinen Gaumen,“ p. 16; " Der Exakte spricht,“ p. 17.
50 In Das Buch der Sprüche und Bedenken this has been changed to:
Was kann ich als Wunder nehmen?
Ist etwas einmal geschehn,
So werd' ich mich nie bequemen,
Als Wunder es anzusehn.
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