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1. Panphlets Offpr 1
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Early Works of Arthur Schnitzler
gewesen sein. Damals ist also eine Wahl getroffen worden.
Im Anfang aller Dinge muß irgend etwas wirksam gewesen sein,
das wir nach unseren Denkgesetzen nicht anders bezeichnen
können, denn als Wille, wenn wir das Wort Gott nicht vorziehen.
War aber irgend einmal ein Wille da, so ist nicht einzusehen,
ja nicht einmal zu begreifen, warum er nicht immer da gewesen
und immer noch da sein sollte. Und wenn er immer war und
immer ist und sein wird, so ist nicht einzusehen und nicht zu
begreifen, warum er nicht in jedem einzelnen Menschen in
jeder Sekunde wirksam sein könnte und sollte, womit die Wahl
in jedem einzelnen Falle in unsere eigene Hand gelegt, Gott
also als Wille in uns ununterbrochen vorhanden ist (p. 54f.).
What makes" Der Sohn' particularly interesting, however,
is the fact that it contains the germ of Schnitzler’s recent novel
Therese. Chronik eines Frauenlebens (Berlin, 1028). The inci¬
dents related in the sketch constitute the two concluding
chapters of the novel. There are some minor modifications.
Fräulein Martha Eberlein, who passes as the widow Frau
Eberlein and who ekes out a meager existence with sewing and
held re¬
embroidery work, has been transformed into the governess
aracters.“
Therese Fabiani, daughter of a lieutenant-colonel; and in place
al to our
of the ax used in the earlier version the matricide in the novel
nd here
strangles his mother. Otherwise Therese is merely an expansion
Ville
of" Der Sohn, so that we now have in addition the entire
has very
previous history of the mother and the son with all the events
cite but
leading up to the final catastrophe.
In view of what has been said above regarding Schnitzler’s
altered views on determinism and free will, it is interesting also
ärts längs
to see how the final paragraph of the sketch quoted above has
gendwo
been modified in the novel. The young lawyer has presented
Villensakt
the mother’s confession and her plea for leniency to the court.
um
di
äß an
Der Staatsanwalt bemerkte mit nachsichtigem Spott, daß der
stellungs¬
Angeklagte jene erste Stunde seines Daseins wohl kaum im
aß zum
Gedächtnis bewahrt haben dürfte, und sprach sich im allge¬
rUnend¬
meinen gegen gewisse, sozusagen mystische Tendenzen aus, die
eiten vor¬
man nun auch schon zur Verdunkelung völlig klarer Tatbestände
die beiden
und damit, wenn auch manchmal in zweifellos guter Absicht,
elt, da sie
zur Beugung des Rechtes auszunützen versuche. Der Antrag
Welten, so
auf Ladung eines Sachverständigen wurde abgelehnt, schon
orhanden
darum, weil man ja wirklich nicht entscheiden konnte, ob in
S