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emeenachen
Der mag denn wohl verdriesslich sein
gramm stellte. Seine Vortragskunst war dem
dr Aum Sie. —. Kabenstaiten mit mih
Stofl durchaus gewachsen und so gestaltete
Und lebenslang verdriesslich bleiben.
genug anzuerkennender Consequenz in den
sich der Abend zu einem der interessantesten
Dienst der besten modernen Kunst stellt,
Kommt aber nur einmal herein!
und eigenartigsten im Cyclus der Vorträge,
danken wir vor Allem den künstlerischen
Begrüsst die heilige Kapelle:
welche der hervorragende Wiener Kauf¬
Genuss, dass er uns die Schönheiten des
Da ist’s auf einmal farbig helle,
männische Verein allwöchentlich seinen Mit¬
Werkes, die jubelnde Lust und tiefe Tragik
Geschicht und Zierat glänzt in Schnelle,
gliedern bietet. Den Höhepunkt der Wirkung
aller jungen Liebe mit seinem jeder Be¬
Bedeutend wirkt ein edler Schein;
bildete der Vortrag einer Skizze „Das Pferd“
wegung fähigen Organ, mit seiner geschulten,
Dies wird euch Kindern Gottes taugen,
von Chr. G. Morgenstern, in welcher der
in alle Falten der Dichtung leuchtenden In¬
Erbaut Euch und ergötzt die Augen!
Verfasser eine Fülle ergreifender Motive mit
telligenz verdeutlichte.
Neues Wiener Tagblatt (15. 3. 1900).
seltener Kunst in die hellen Farben jener
Illustrirtes Wiener Extrablatt (26. 10.
Der
vierte „Goethe-Abend“ des Wiener
Komik taucht, die dem Galgenhumor des
1807). Lebhafter Applaus nach jedem Acte
Goethe-Vereins brachte eine äusserst inter¬
Jammers entströmt. Ein kühnes Virtuosen¬
und am Ende des Dramas gab davon Zeug¬
essante und anregende Veranstaltung. Marcell
spiel auf einer Saite, auf der des Humors,
niss, dass Halbe's „Jugend“ bei der ersten
Salzer, der sich — vor Kurzem von einer
war dieser Abend. Marcell Salzer hat das
#offentlichen Vorlesung in Wien durch Marcell
mehrmonatlichen Recitationstournee durch
Recht zu diesem Spiele, denn er übt es mit
Salzer einen ganzen Erfolg erzielt hat.
Deutschland, England, die Schweiz und Ober¬
ausgezeichneter Kunst.
Arbeiter -Zeitung (26. 10. 07). Herr
Italien zurückgekehrt — einige Tage in Wien
Marcell Salzer wurde den Vorzügen der
aufhielt, um neuerdings nach dem Norden
Dichtung in anerkennenswerther Weise ge¬
zu ziehen, bestätigte durch seine Interpre¬
recht und erntete auch grossen, reichlich ver¬
tationskunst nun auch vor der Gesellschaft
IV. Goethe-Abend
dienten Beifall.
des Goethe-Vereins den trefflichen Ruf,
Die Zeit (30. 10. 97). Herr Marcell
der ihm vorausging. Seine Recitation
des Wiener Goethe-Vereins.
Salzer liest ausgezeichnet, farbig, kräftig,
Goethe'scher Balladen („Der getreue
mit sehr deutlicher, stellenweise feiner
Chronik des Wiener Gecthe-Vereins.
Eckart“, „Der Gott und die Baja¬
Charakteristik. Seine Recitation gab fast
dere“ etc.) gehört neben der Wieder¬
XIV. Bd., No. 3—4 (30. 4. 1000) Reci¬
das Bild einer Theatervorstellung, nur mit
tations-Abend Marcell Salzer. Freitag,
gabe Liliencron'scher Lyrik („Das
Abkürzung der schauspielerischen Ausdrucks¬
den 9. März, widmete uns der Wiener
Gewitter“, „Bruder Lüderlich“, „Cin¬
mittel.
cinnatus“ etc.), die er andiesem Abend
Künstler, dem von seinen Vortrags-Tourneen
Wiener Rundschau (1. 11. 98). Marcell
durch Deutschland, die Schweiz und Italien,
in fein abgetönter Weise zu“ Gehör
Salzer’s „Jugend“-Vortrag war für die
brachte, zu denerstclassigen Meister¬
wo er namentlich die junge Wiener Litteratur
Menge eine Emotion, für Kenner eine Freude
stücken moderner Vortragskunst. Her¬
zu Ehren gebracht, ein sehr guter Ruf vor¬
für ihn ein grosser, bedeutungsvoller Sieg.
ausging, auf unsere Einladung einen Vor¬
vorzuheben wäre noch das Vorspiel zu
Deutsches Diehterheim (No. 21, 1807).
Sudermann's „Johannes“, das in dramatisch¬
tragsabend, der durch sein reichhaltiges
Halbe’s Jugend hat auch ohne Bühne hier
ohne pathe¬
packender Eindringlichkeit —
Programm und seine glänsende Durchführung
in Wien einen förmlichen Triumph gefeiert
geeignet war, lebhaftes allgemeines Interesse
tischen Aufwand — an uns vorüberzog;
und Marcell Salzer diesen Triumph in wahr¬
ferner Wildenbruch's „Orakel“, eine psycho¬
zu erwecken. Mit den beiden einfach „Ge¬
haft mustergiltiger Weise vermittelt. Schon
logisch feine Skizze aus dem Seelenleben
dichte“ überschriebenen Goetheschen Strophen:
heute wird der Name dieses Vortragsmeisters,
„Gedichte sind gemalte Fensterscheiben“ etc.
eines kleinen Jungen. Den Schluss machte
der hauptsächlich als Interpret der „Moderne“.
Heinrich Seidel's „Leberecht Hühnchen“ und
fing Marcell Salzer stimmungsvoll seinen
gilt. allerorten mit besonderer Achtung ge¬
eine Wiener Erzählung Gustav Morgenstern's,
Vortrag an. Die Gemüthsinnigkeit des
nannt.
„Das Pferd“ betitelt. Marcell Salzer hat an
Wildenbruch'schen „Orakels“ kam in seiner
Oesterreichische Musik- und Theater¬
diesem Abend wieder eine vollgiltige Probe
Wiedergabe zum ergreifenden Ausdruck.
zeitung (1. 3. 96). Marcell Salzor ist ein
seines grossen Könnens abgelegt.
Gleich vorzüglich gelang ihm die treffende
Vortragskünstler, dem man nur die Ersten
Charakteristik der Personen in dem Vorspiel
Wiener Terelatt (7.8. 96). Was Marcel
seines Faches an die Seite stellen könnte.
zu Sudermann’s „Johannes“ wie der über¬
Oesterreichischer Bühnenverein (1. 8.
Salzer kann, int nicht das landläufig voll¬
mütige Ton Liliencron'scher Lyrik in dem
1806). Aus dem Essay: „Die Recitation der
tönende Recitatorenpathos, es ist ein tief
ersten Theil des Programmes. Den zweiten
verständnissvolles Eindringen in die sub¬
Zukunft“. Lauteres Gold künstlerischen
Theil nahm Gocthe ein. Wohlbekannte, oft
Empfindens liegt in seiner durch Schmerz
uisten Stimmungen eines Dichterwerkes, aus
gehörte Dichtungen: „Der Gott und die Ba¬
dem der Künstler mit überquellender Ge¬
und Noch mit dem blutigen Stempel der
jadere“, „Wirkung in die Ferne“, „Willkomm
staitungsfreude ans Licht lockt, was es heim¬
Zeit geprägten Seele, darauf wie ein schillern¬
und Abschied“, „Der getreue Eckart“ wirkten
lich an Duft und Farbe in sich birgt. So er¬
der Falter auf einer grossblätterigen, purpur¬
in Salzers Interpretation, die sich in die ge¬
blühen sprachliche Schönheiten und verborgene
rothen Mohnblüthe, ein allmächtiger, echt
heimsten Ritzen der Empfindung vertiefte,
dichterischer versöhnender Humor die Flügel
Empfindungen unter seiner klangschönen
fast wie neue Erscheinungen auf uns. Der
breitet. Das ist Marcell Salzer. Er bedeutet
Stimme zu harmonischer Kraft.
dritte Theil wirkte erfrischend durch den
Oesterreichische Volks-Zeitung (10. 7
für das Kunstleben unserer Zeit ein Ereigniss.
lächelnden Humor in Heinrich Seidels „Lebe¬
1896). — — Recitator Marcell Salzer be¬
Man merke sich seinen Namen.
recht Hühnchen“ und führt uns auf heimischen
Wiesbaden, Rheinischer Kurier (5. 1.
wies, dass der gute Ruf, den er sich er¬
1898).
Boden zurück mit G. Morgensterns Wiener
Herr Marcell Salzer zeichnete
worben, wohl verdient ist. Szin modulations¬
Geschichte „Das Pferd“, in der sich Salzer
sich durch grosse Wärme der Empfindung
fähiges Organ befähigt Herrn Salzer, den
als ein Meister in der Beherrschung des
aus. Gustav Falke’s harmlose Humoreske:
Accenten der Leidenschaft in vollkommener
„Im Frack“ wurde vorzüglich, bravourös
Localtons bewährte.
Weise Ausdruck zu geben, während er
wiedergegeben. In diesem lustigen, von
Was der Vortragende in den einleitenden
andererseits die Hörer durch den köstlichen
einem neckischen Kobold dictirten Poesie¬
Strophen mit den Worten des Dichters ver¬
Humor, den er in den Ton zu legen weiss,
werke kommen wohl sämmtliche Vorzüge
fessell.
sprochen, das hat er redlich gehalten. Alles,
Salzer’s zu ihror vollständigen und getreuen
Sonn- und Montags-Zeitung (19. 7.96).
was sich zur Charakteristik seines Könnens
Die vorgestrige Vorlesung Marcell Salzer's! Wiedergabe.
sagen lässt, das sprechen die Verse aus:
z. England und Italien.
engaged for the two literary evenings which,
schöne Frau“ von Hermann Bahr, „Die
Bradford: Schiller-Verein (l. 11. 99).
on Monday and Tuesday of this week,
Weber“ (2. Act) von Gerhart Hauptmann,
Herrn Recitator Marcell Salzer, Wien.
inaugurated the series of the present season.
„Die G’schicht vom trutzigen Bauer“ von
Ich erfülle eine angenehme Pflicht, indem
Mr. Salzer is not a mere drawing¬
Rosegger, „ Weilnaehtseinkaufe“, Bialeg aus
ich Ihnen, zunleich im Namen des ##stande-
room reciter. He is an enthusiast wio
„Anatol“ von Arthur Schnitzler und „Das
und der Mitglieder des Schiller-Vereins,
has taken as his subject the imaginative
Pferd“ Wiener Lebens- und Sittenbild von
unseren Dank und unsere Anerkennung für
literature of modern Germany and Austria
Chr. H. Morgenstern. Herr Salzer verfügt
die uns am 18. v. Mts. gebotene Recitation
in general and the Young Viennese school
über ein angenehm klingendes und modu¬
ausspreche, die allen Hörern ein seltener
of writers (headed by Hermann Bahr) in
lationsreiches Organ, das vollständig in seiner
Genuss war. Unser Wunsch: „Auf Wieder¬
particular. With the „Wiener Schule“
Macht liegt; seine Vortragsweise ist
sehen im nächsten Jahre!“ wird Ihnen, hoffe
he was more specially concerned during bis
künstlerisch vollendete. Es
eine
ich, als die bündigste und beste Recension
former visit. This time it has only been
konnte daher nicht ausbleiben, dass jedem
+
Ihres Vortrages gelten.
represented by one short selection. The
Der
Vortrage rauschender Beifall folgte.
Mit hochachtungsvollem Grusse
miscellaneous programme on Monday was
Abend war ein äusserst genussreicher.
Julius Ephraimson,
drawn from the following writers: — Peter
Altenberg, from whose most widely known
Die Weber.
work, the novel „Wie ich es sehe“, the
London: Londoner General-Anzeiger
Drama in 5 Acten von Gerhart Hauptmann.
passage called „Ein schweres Herz“ was
Deutscher Verein für
(22. 11. 99).
given; Peter Rosegger, a sort of Upper
Fanchester: The Manchester Guardian
Wissenschaft (German
Kunst und
Austrian Robert Burns, some of whose stories
(We.nesday, November 22, 1899). The
Athenaeum). Mit ausserordentlichem
and songs in Styrian dialect have attained
Committee of the German Club have arranged
künstlerischem Erfolge veranstaltete Herr
immense popularity; Lilieneron, a poet
a series of lectures and recitations to be held
Marcell Salzer am Freitag einen Recitations¬
and romancer of Schleswig-Holstein; Arthur
from time to time during the autumn and
Abend. Zum Vortrag gelangte „Das Orakel“
Schnitzler, a dramatist of the Young
winter season. Mr. Marcell Salzer, of
von Wildenbruch, „Pidder Lüng“, „Das Ge¬
Vichnese school; and Fanny Gröger, a
Vienna, whose recitations found favour with
witter“ „Bruder Liederlich“ und „Die Musik
kommt“ von Detlev von Lilieneron, „Die the Schiller audience last year, was again young writer whose peculiar satirical talent