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11. Miscellaneous
esen[ Krieg ist, daß sie alles daran setzt, die Balkanstaaten auf etwa 2½ Milliarden. Diesen Riesensummen und
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an unzere Kinder=, Jugend= und Jünglingsjahre, ach, und an Aufgabe erinnern, die mir mein hiesiger Aufenthalt auferlegt:
mich für die Winterkampagne zu rüsten, denn solange man lebt,
eine höchsten und unverge߬
so vieles vieles andere, was damals so. ganz anders war, denn
muß man seine Pflicht tun!
knüpfen; und es ist sehr
Und nun, beste Fürstin, nochmals tausend Dank für Ihre
„Der Zeiten Hammer um uns schmiedete eine neue Welt!“
ster Seele danken zu dürfen.
lieben Zeilen und die Versicherung meiner unbegrenzten Ver¬
(sagt auch mein Freund „Apelles“).
bergleichlichen Künstler gesellt
Haben Sie also besten Dank, und tausend herzliche Grüße
ehrung, mit welcher ich nie aufhören werde zu verbleiben meiner
le Sympathie für den besten
1 an Sie, Ihre liebe Frau und Ihr ganzes Haus von meinem
gnädigsten Furzein treu ergebener
A. Sonnenthal.“
schen bei, deren Ausdruck
ganzen Hause und zunächst von Ihrem teeu ergebenen
s dieser Zeilen bitten möchte.
A. Sonnenthal.
Und ein Muster edlen Selbstbescheidens und hoher
nder Hochschätzung
Selbsterkenntnis spricht aus der Antwort, die der 68jäh¬
Einem Briefe Sonnenthals an die Fürstin
ebener
rige Sonnenthal Ludwig Barnay erteilt, als dieser ihn
Pauline Metternich=Sändor (aus Scheveningen,
Arthur Schnitzler.
auffordert, in einer Festaufführung den „Graf Waldemar“
21. Juni 1897) ist die folgende, besonders charakteristische
der Budapester können die
von Freytag zu spielen:
Stelle zu entnehmen:
„Sie wollen auh wissen, wie das Burgtheater werden wird?
[Sonnenthal an Ludwig Barnay.
Meinen Sie das Haus? Nun, nich den Seh=Versuhen, die vor¬
Wien, 29. Oktober 1902.
nenthal.
läufig angestellt werden, soll es sich außerordentlich verbessert
den 15. Dezember 1895.
Mein lieber guter Ludwig!
haben, ob aber damit auch die Akustik gewonnen haben wird?
So ehrenvoll Ihre freundliche Aufforderung auch für mich
Das wird das Publikum beurteilen müssen. Nun, wir werden
nd!
sein mag und so gern ich auch bei so feierlichen. Anlasse mit¬
ja sehen — das heißt, besser wäre es, wenn wir hören
ner Anwesenheit in Budapest
tun möchte, so kann ich doch zu meinem größten Bedauern
sseres gemeinsamen Geburts¬
werden!
Ihrem Wunsche nicht nachkommen, und zwar aus dem ein¬
Auftrag gegeben, das Bild
Ueber das Interne des Burgtheaters lassen Sie mich am
sachen Grunde, weil ich die Rolle schon vor zwölf Jahren ab¬
te wird Ihnen die Photo¬
liebsten schweigen. Sie kennen mich, beste Fürstin, und wissen,
gegeben habe, und wenn ich mich damals — mit 56 Jahren —
Hauses zusenden und so
ich gehöre nicht zu den sogenannten Räsoneurs — im Gegenteil,
schon zu alt für den Waldemar hielt, kann ich ihn doch heute
durch diese Intrige wieder in
ich trachte, wo und wie ich nur immer kann, auch anerkannte
mit 68 umso weniger spielen. Sie werden mir als Freund
Mängel dem großen Publikum gegenüber zu verteidigen, denn
mir nicht nötig, denn Ihre
man darf sein eigenes Nest nicht beschmutzen. Aber Ihnen gegen¬
über — die ich Sie ja von jeher zum Bau gezählt — Ihnen und als Künstler sehr viel Schönes und Schmeichelhaftes zu
fert Ihnen ein dankbares Ge¬
kann ich es wohl sagen, daß mir das Herz blutet, das Institut, jentgegnen wissen — aber nicht so das Publikum. Das ist.
„jeden Tag durchblättere ich
dem ich seit vierzig Jahren mit Leib und Seele angehöre, das wie Sie wissen, in solchen Fällen grausam und wenn es auch
ich in seiner höchsten Blüte gesehen, dem ich meine künstlerische bei dieser Gelegenheit etwas nachsichtiger wäre — ich selbst bin
mein Lebtag mein objektivster und strengster Kritiker gewesen
r treu ergebener
und ich fühle, daß ich die Rolle nicht mehr spielen kann und
Ausbildung verdanke, dem ich selbst meine besten Jahre, mein
Ludwig Barnay.
— — darf. Nichtsdestoweniger danke ich Ihnen, lieber Freund,
ganzes Leben geweiht, das ich liebe, wie man nur ein Vaterhaus
für Ihre freundschaftlich kollegiale Erinnerung und schlage
Barnay.
lieben kann, dieses — soweit mit deutscher Zunge geredet
Ihnen gleich den würdigsten Remplaganten vor — Sie selbst.
wird — allererste Kunstinstitut von Jahr zu Jahr, von Tag zu
sien, den 18. Dezember 1895.
Ich bin fest überzeugt, daß diese Besetzung den größten Jubel
Tag seinem Niedergange entgegengehen zu sehen, unaufhaltsam,
hervorrufen wird und der künstlerische wie materielle Zweck
unwiederbringlich! Eine Stütze, eine mächtige Säule nach der
in „Apelles“ den ich Ihnen
wird nur dabei gewinnen können.
anderen wankt, bricht — zuletzt Charlotte Wolter — und bald
Also seien Sie mir wegen des Refüs nicht böse und seien
nkonnte, bittet — da er nicht
wird nur noch das hohle Gerüst dastehen und der Begriff
wenigstens um Vergessenheit;
Sie herzlich umarmt von Ihrem treu ergebenen
„Burgtheater“ wird eben nur noch — ein Begriff sein.
hre alt und ich glaube noch ein
A. Sonnenthal
Aber darüber wollen wir in einer traulichen Ecke Ihres
an aber, wie ich erst 62 zählt,
Kamins in Ihrem neuen Home ausführlicher sprechen ... An¬
d das Bild unseres Geburts¬
gesichts des weiten Meeres und der falzigen Seeluft, die durch
akeit mir zukommen lassen will,
Erinnerung sein, auch an Sie, das offene Fenster auf mich einströmt, will ich mich nur der?