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1. Miscellancens
n
Aimcapolis,
Gent, Kopennagen, gese
New-Vork, Paris, Rom, San Francisco, Stockholm, St. Peters¬
burg, Toronto.
(Quellenangabe ohne Gewähr.)
Ausschnitt aus: Das Theater, Berlin
J
vom
S
2800.—
„Sommerkomödie von Thaddaus Rittner
Ulraufführung in Hannover
Das Programmheft unleres „Deutschen Theaterse
verriet wenig vertrauenerweckend, dall der Olterreicher
Thadidäus Rittner in die Fußtapfen Schnitzlers zu treten
verluche. Es hatte nur zu lehr recht mit leiner Skeplis.
Man loll aber lo was nicht verluchen! Schmitzter ist nun
doch einmal einzig und zum mindelten lo stark in leiner
Art, daß ein Nachfolger lehon sehr bedeutend lein müllte,
um nicht kläglich gegen ihn abzufallen. Dal Rittner wie
lein Vorbild Stoff und Charaktere aus dem großen
Nervenkrankenhaus des modernen Wien und leiner Um¬
gebung nimmt, ilt begreiflich. Nur lpielen bei Schnitzler
wahre Menlchen ihr überaus differenziertes Seelenleben
gegen einander aus, das zwar an lich nicht handlungs¬
trächtig ist, jedoch immer¬
hin verlteckte und darum
nicht minder heiße Kämpfe
ergibt, als wären zukunfts¬
reiche, daleinsfrohe Tem¬
peramente am Werk. Ritt¬
ner wünschte Ahmnliches zu
geben und — konstruierte
lich's. Nicht nur, daß wir
mit gutem Gewillen leinen
plychologilchen Annahmnen
die Gefolglchaft größten¬
teilz verweigern dürfen,
auch die theatralilche Füh¬
rung der Vorgänge beweist
auf Schritt und Tritt das
Gekünftelte, Erzwungene,
Gemachte.
Es ist eben eine seit¬
lame Gelcllichte: bietet
——